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Analysen - Technisch
11.07.2018
EUR/USD: Warten auf die US-Preiszahlen
Nord LB

www.forexcheck.de

Hannover (www.aktiencheck.de) - Momentan scheint der Euro unserer Auffassung nach relativ zum US-Dollar (ISIN: EU0009652759, WKN: 965275) nach weitgehend fair bewertet zu sein, so die Analysten der Nord LB.

Das FX-Segment habe die jüngsten Kommentare von EZB-Chef Mario Draghi als stützend für die Gemeinschaftswährung vom Main wahrgenommen. Die Angaben zu den Stimmungsindikatoren des ZEW hätten dem Euro dann allerdings nicht geholfen. Die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland seien im Berichtsmonat Juli auf lediglich -24,7 Punkte gefallen, was eine negative Überraschung dargestellt habe. Entsprechend habe sich der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar wieder etwas von 1,18 USD pro EUR entfernt.

Übertreibungen seien in den kommenden Wochen dennoch möglich, es sei aber wohl eher unwahrscheinlich, dass die Marke von 1,20 USD pro EUR kurzfristig mit größerer Nachhaltigkeit überboten werden könne. Ein Sprung über 1,1855 USD pro EUR scheine aktuell allerdings dennoch nicht ausgeschlossen. Eine entsprechende Bewegung müsste dann von Charttechnikern wohl als positives Signal gewertet werden; die Analysten würden eine solche Aufwertungstendenz beim Euro aus fundamentaler Sicht momentan jedoch für nicht wirklich gerechtfertigt halten. Noch präsentiere sich die US-Wirtschaft einfach zu stark und zwinge die US-Notenbank perspektivisch zu weiteren Anhebungen der FED Funds Target Rate.

Allerdings dürfte das Wachstum in den Vereinigten Staaten im zweiten Halbjahr 2018 wieder etwas nachlassen. Dies möge dem Euro dann durchaus helfen. Im Laufe der Woche könnten die Angaben zu den US-Preisdaten zunächst allerdings noch etwas Druck auf den Euro auslösen. Vor allem die Zahlen zur Entwicklung der Konsumentenpreise im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sollten in diesem Kontext vom FX-Segment sehr genau im Auge behalten werden, da die aktuelle Inflationsentwicklung in den USA den Handlungsdruck auf das FOMC schon noch weiter erhöhen könnte. Allerdings preise der Devisenmarkt derzeit bereits eine Menge an Aktionismus der US-Notenbank ein. (11.07.2018/ac/a/m)


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