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Analysen - Technisch
13.06.2018
EUR/USD: Größere Reaktionen auf Gipfeltreffen von Trump und Kim Jong Un ausgeblieben
Deutsche Bank

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es gab eine Vereinbarung, ein gemeinsames Dokument der USA und Nordkoreas als Abschluss des Gipfeltreffens von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un gestern in Singapur, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Darin gehe es um neue Beziehungen, gemeinsame Anstrengungen, Frieden und Wohlstand zu schaffen. Auch wenn Donald Trump die Wahrscheinlichkeit eines zweiten Gipfels mit Kim in den Raum gestellt habe, gebe es bislang keinen Fahrplan für Folgetreffen. Auch seien kaum irgendwelche Details über den Umfang der Entnuklearisierung Nordkoreas oder über die Sicherheitsgarantien, die Donald Trump Nordkorea angeboten habe, bekannt geworden. Das Dokument sei also nicht viel mehr als ein erster Schritt in den Beziehungen zweier Staaten, ein Symbol. Und da es zu wenig Konkretes gegeben habe, seien, wenn man von einem Hauch von gestiegener Risikofreude absehe, trotz des Medienrummels größere Reaktionen am Devisenmarkt ausgeblieben.

Konkretes habe es indessen in Form von ökonomischen Daten gegeben. Aber der US-Konsumentenpreisindex sei für den Monat Mai sowohl gegenüber dem Vormonat als auch dem Vorjahr - auch in der Kernrate - wie weithin erwartet, aber gegenüber den April-Werten höher ausgefallen. Am Ende dürften sich die Händler darüber einig gewesen sein, dass diese Preisdaten - die US-Notenbank ziehe bei ihren Betrachtungen ohnehin den Index der privaten Konsumausgaben (PCE) vor - für die heute endende Sitzung des Offenmarktausschusses der FED keine weitere Bedeutung haben dürften.

Was die US-Wachstumsaussichten angehe, habe es immerhin Interessantes von der NFIB (National Federation of Independent Business) zu vermelden gegeben, deren Index zum Geschäftsoptimismus kleiner Unternehmen im Mai einen deutlichen Sprung von drei Zählern auf 107,8 Punkte gemacht habe. Die Entwicklung dieses Index ist für die Deutsche Bank AG deswegen erwähnenswert, weil es sich um den zweithöchsten Indexstand seit dessen Einführung vor 45 Jahren handelt. Und was die Expansionserwartungen dieser Unternehmer angehe, habe der Index sogar einen Rekordwert erreicht. Dass einer Zinserhöhung der FED heute Abend wenig im Wege stehen dürfte, zeige auch die Entwicklung des CME FedWatch Tool, aus dem sich eine implizite Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt von 96 Prozent ergebe. Übrigens: Die Wahrscheinlichkeit für insgesamt vier Zinserhöhungen - davon
geht auch die Deutsche Bank AG nach wie vor sowieso aus - in diesem Jahr beträgt nun rund 47 Prozent, was einer Steigerung von rund 10 Punkten gegenüber der Vorwoche entspricht.

Der Euro bleibe allerdings nach wie vor in seinem aufwärtsgerichteten Korrekturpfad, der heute von 1,1705 (modifiziert) bis 1,1955/60 EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) reiche. (13.06.2018/ac/a/m)


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