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Analysen - Technisch
07.09.2010
EUR/USD, eher optimistische Stimmung
adblue

www.forexcheck.de

Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Analysten bei adblue blicken auf die Lage beim Euro (EUR/USD) und das aktuelle Umfeld am Devisenmarkt.

Das Währungspaar EUR/USD habe sich gestern zunächst richtungslos verhalten, wobei aufgrund des US Feiertags (Labor Day) ein geringes Handelsvolumen zu verzeichnen gewesen sei, was auch fast keine Veröffentlichungen von US Konjunkturdaten zur Folge gehabt hätte. Das Währungspaar habe insgesamt geringe Kursverluste erlitten und sei auf ein Tagestief von 1,2867 US-Dollar gefallen. Die wichtige Veröffentlichung der "Non-farm payrolls" vom letzten Freitag habe einen geringeren Rückgang als erwartet gezeigt, was inzwischen von den Marktteilnehmern verarbeitet worden sei.

In den nächsten Monaten könnte der Euro wieder unter Druck geraten, da dann die extremen Sparmaßnahmen der Regierungen umgesetzt würden, die damit den zum Teil beträchtlichen Haushaltsdefiziten entgegen wirken wollten, wobei sich diese Defizite belastend auf das Wirtschaftswachstum auswirken würden. Allerdings könnte es auch demnächst zu einem Stimmungswechsel der Marktteilnehmer kommen, indem deren Risikobereitschaft wieder zunehme, was insbesondere darauf zurückzuführen sei, dass eine erneute Rezession in den entwickelten Industrienationen weitgehend ausgeschlossen werde.

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny habe gestern gesagt, dass die Europäische Zentralbank erst im Dezember über den Ausstieg aus den unterstützenden Maßnahmen, die vor allem in der Geldversorgung bestünden, diskutieren würde. Ewald Nowotny habe hinzugefügt, dass die wirtschaftliche Entwicklung nach wie vor sehr unsicher wäre. Aber da im Allgemeinen eine eher optimistische Stimmung vorherrsche, dürfte das Währungspaar EUR/USD kurzfristig Kursgewinne erzielen, so dass der Kursbereich von 1,30 US-Dollar als Orientierung betrachtet werden könne. Mittelfristig gesehen, könnte der Euro jedoch erneut unter Druck kommen, da sich vorläufig wieder der US-Dollar als "sicherer Hafen" behaupten könnte. Die Europäische Zentralbank werde ihre Geldpolitik aller Wahrscheinlichkeit nach bis zum nächsten Jahr nicht ändern, da die Inflationsrate deutlich unter dem Schwellenwert der Zentralbank liege.

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(07.09.2010/dc/a/g)



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