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EUR/GBP um 0,88 stabilisiert - Einzig der Brexit-Prozess dürfte erneut für Nervosität sorgen


11.05.2020
DekaBank

Frankfurt (www.forexcheck.de) - Seit April hat sich das EUR/GBP (ISIN EU0009653088/ WKN 965308)-Niveau um 0,88 stabilisiert, so die Analysten der DekaBank.

Das dürfte auch auf Sicht von zwölf Monaten Bestand haben. Die Corona-bedingten Prognosen tiefer Rezession sowie die umfangreichen geld- und fiskalpolitischen Lockerungen sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Euroland würden sich die Waage halten. Daraus würden keine neuen Impulse für den EUR/GBP-Wechselkurs erwachsen. Einzig der Brexit-Prozess, der nun langsam wieder Aufmerksamkeit erlange, dürfte vor der Entscheidung zur Corona-bedingten Verlängerung der Übergangsphase erneut für Nervosität sorgen und das Pfund schwächen. Diese Entscheidung sollte die britische Regierung, die sich immer noch dagegen sträube, bis 1. Juli treffen. Später wäre dies nicht ausgeschlossen, aber rechtlich aufwendiger umzusetzen.

EUR/GBP-Handelsrange habe sich nach den deutlichen Ausschlägen im Februar/März aktuell wieder etwas beruhigt. 0,8865 bis 0,8660 bzw. 0,8580 würden die aktuell kurzfristig zu beachtenden Eckpunkte bilden. Im Falle eines Bruchs der o.a. Unterstützungspunkte sei ein weiterer Rückgang (0,8475) wahrscheinlich. Oberhalb von 0,8865/00 werde ein erneuter Test der 0,9000 bis 0,9100 Zone favorisiert.

Nach dem formellen EU-Austritt des Vereinigten Königreichs am 31. Januar 2020 laufe nun bis zum 31. Dezember die Brexit-Übergangsphase, in der UK und die EU konfrontationsreich ihre Verhandlungen der künftigen Beziehungen begonnen hätten. Allerdings sei derzeit die Bewältigung der Corona-Krise weltweit zur obersten Priorität geworden. Damit scheine der von den Briten avisierte vollständige Brexit zum 1. Januar 2021 kaum realisierbar - außer als No-Deal-Brexit, der nach der erwarteten tiefen Corona-Rezession 2020 für die Briten wirtschaftlich verheerend wäre. Insofern würden die Analysten der DekaBank zur Jahresmitte mit einer Corona-bedingten Verlängerung der Brexit-Übergangsphase (um zwölf Monate) durch ein neues Gesetz von Boris Johnson rechnen. Danach dürfte das Pfund wieder etwas Auftrieb bekommen, auch gestützt von der ab der zweiten Jahreshälfte 2020 erwarteten wirtschaftlichen Erholung nach Corona. Mit dem Näherrücken der neuen Brexit-Frist allerdings stünden wieder alte, Pfund-belastende Brexit-Themen im Fokus: Konfrontationskurs und No-Deal-Risiko. (Ausgabe 5 vom Mai 2020) (11.05.2020/fx/a/t)

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