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EUR/GBP: Pfund konnte deutlich aufwerten


07.11.2019
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.forexcheck.de) - Das Pfund konnte seit Anfang September deutlich gegenüber dem Euro aufwerten, so liegt der Wechselkurs in den vergangenen Wochen nahe der 0,864, berichten die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG.

Dieses neue Niveau sei das Ergebnis des stark gesunkenen Risikos eines No-Deal-Brexit. Zunächst sei es Premierminister Boris Johnson gelungen, einen neuen Deal mit der EU auszuhandeln, auch wenn dieser bisher noch nicht vom britischen Parlament bestätigt worden sei. Aber am 25.10. sei die Brexit-Frist bis zum 31.01.2020 verlängert worden, die EU habe den Antrag auf Verlängerung von Premierminister Boris Johnson angenommen. Dieser sei aufgrund des Anti-No-Deal-Gesetzes dazu verpflichtet gewesen, den Verlängerungsantrag gegen seinen Willen zu stellen. Nun stünden zum 12.12. Neuwahlen an und die neue Regierung werde im Anschluss darüber entscheiden, ob sie den ausgehandelten Deal zu Abstimmung bringen wolle.


Die Gefahr eines ungeordneten Brexit sei noch nicht gebannt, an den Umfragen lasse sich nicht ableiten, dass es nach den Wahlen klare Verhältnisse im Parlament geben werde. Die Handlungsmöglichkeiten der neuen Regierung könnten stark eingeschränkt sein und ihr werde nicht viel Zeit bleiben, über den Brexit zu entscheiden, bevor die neue Frist ablaufe. Die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG gehen davon aus, dass das Pfund im Anschluss eines geordneten Brexit langfristig leicht abwerten wird.

Per saldo habe USD/JPY seit Ende September nach oben tendiert. In den höheren Niveaus des Wechselkurses komme zum Ausdruck, dass die Marktteilnehmer mit der Hoffnung auf ein Teilabkommen im Handelsstreit zwischen den USA und China wieder vermehrt auf den Risk-Off-Modus geschaltet hätten und der Yen weniger stark gesucht werde. 2020 sollte der US-Dollar im Vergleich zum JPY mit den Zinssenkungen der FED jedoch geschwächt werden.

Für den Dollar/Yuan Kurs seien wie schon in den letzten Monaten die Entwicklungen des Handelskonflikts maßgeblich. Aktuell stünden hier die Verhandlungen zwischen den Wirtschaftsmächten und die mögliche Einigung auf ein Teilabkommen im Vordergrund. Nachdem die chinesische Regierung die eigene Währung Anfang Oktober im Zuge des Konflikts auf 7,15 USD habe abwerten lassen, hätten die zuletzt positiven Signale wieder stärkend gewirkt. Mittelfristig rechnen die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG mit einer moderaten Abwertung auf 7,20 USD. (Ausgabe vom 05.11.2019) (07.11.2019/fx/a/t)


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