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Pfund verhält sich ruhig


25.10.2019
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.forexcheck.de) - In der vergangenen Woche verhielt sich der Wechselkurs EUR/GBP vergleichsweise ruhig, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG.

Nachdem EUR/GBP letzten Donnerstag (17.10.) bei 0,864 gelegen habe, sei es im Wochenverlauf zu einer leichten Aufwertung des Pfundes per saldo und zu einem neuen Wechselkurs von 0,862 gekommen.

Der Markt scheine sich an das Brexit-Chaos gewöhnt zu haben und viele Investoren hätten eine abwartende Haltung eingenommen.


Zunächst seien vergangenen Donnerstag (17.10.) die Hoffnungen groß gewesen, nachdem die britische Regierung und die EU sich auf einen Brexit-Deal geeinigt hätten. Man habe am Samstag die Entscheidung des Parlaments zu dem Deal erwartet. Es sei mit einem knappen Ergebnis gerechnet worden, aber stattdessen sei es zu gar keinem gekommen. Das Misstrauen gegen Premierminister Boris Johnson und seine Regierung sei so groß, dass man zunächst ein Gesetz verabschieden wolle, welches garantiere, dass der Brexit-Deal auch rechtlich rechtzeitig implementiert werde. Johnson habe daraufhin aufgrund des Anti-No-Deal-Gesetzes die EU um eine Verlängerung der Austrittsfrist bitten müssen. Obwohl Johnson den Brief nicht unterschrieben habe, sehe die EU das Ersuch als offiziell an und habe verkündigt die weitere Entwicklung in Westminster abzuwarten, bevor sie über eine Verlängerung entscheide.

Die britische Regierung habe mit Blick auf den knappen Zeitplan den Vorschlag ins Parlament gebracht, das zur rechtlichen Implementierung des Deals nötige Gesetz innerhalb von drei Tagen zu verabschieden. Auch wenn die prinzipielle Implementierung vom Parlament bestätigt worden sei, habe Johnson die Abstimmung zum Zeitplan verloren, denn die Opposition habe Zweifel bekräftigt, dass das 110 Seiten umfassende Dokument in der kurzen Zeit ausreichend geprüft werden könnte. Daraufhin habe Johnson den Vorschlag komplett zurückgezogen und das Parlament beschäftige sich nun stattdessen mit innenpolitischen Fragen.

Es scheine, als wäre die Regierung nicht in der Lage neue Beschlüsse durch das Parlament zu bringen. Aber es sei auch keine Mehrheit für eine neue Regierung vorhanden, sollte es zu einem Misstrauensvotum kommen. Johnson möchte daher Neuwahlen, um die Patt-Situation zu beenden, wenn die EU eine Verlängerung der Brexit-Frist bis Ende Januar gewähren sollte. Neuwahlen scheinen momentan auch die einzige Lösung zu sein, um die festgefahrene Situation in Bewegung zu bringen, denn die Opposition will Neuwahlen nur dann zustimmen, wenn das Risiko eines No-Deal-Brexit zum 31. Oktober gebannt ist, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG.

Der weitere Verlauf werde also stark von der Entscheidung der EU abhängen und selbst dann könnten Neuwahlen wieder zu unklaren Verhältnissen im Unterhaus führen. Eine sehr wahrscheinliche Lösung wäre es, eine flexible Frist zu gewähren, welche einen verfrühten Austritt vorsehe, sollte ein Deal ratifiziert werden. So wäre das Parlament kompromissbereiter, da es Zeit bekäme, die rechtliche Lage zu prüfen und Johnson könnte an seinem Deal festhalten. Nur sein Plan eines Brexit zum 31.10. wäre vom Tisch. (Ausgabe vom 24.10.2019) (25.10.2019/fx/a/t)


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