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Ungarischer Forint mit Fantasie


13.09.2019
BNP Paribas

Frankfurt a. M. (www.forexcheck.de) - Die Konjunktur schwächelt und die Inflation verharrt nach wie vor unter dem angestrebten EZB-Wert von nahe, aber unter 2 Prozent, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe "Märkte & Zertifikate weekly".

Dass EZB-Chef Mario Draghi daher auf der gestrigen Sitzung eine weitere Lockerung der Geldpolitik verkündet habe, sei schon im Vorfeld erwartet worden. Zum einen sei der Einlagenzins um 10 Basispunkte auf -0,5 Prozent gesenkt, zudem das Anleihekaufprogramm reaktiviert worden. Ab dem 1. November kaufe die Zentralbank nun wieder Anleihen im Wert von 20 Milliarden Euro pro Monat - und zwar zunächst ohne zeitliche Begrenzung. Der Leitzins bleibe hingegen vorerst bei 0 Prozent.

Euro dürfte im Vergleich zum Forint das Nachsehen haben

Dass der Euro angesichts der expansiven Geldpolitik und einer schwächelnden Wirtschaft nicht vor Kraft strotze, überrasche nicht wirklich. Aufwerten können habe die europäische Gemeinschaftswährung seit Jahresbeginn nur zu einigen wenigen Währungen. Dazu zähle auch der Ungarische Forint (HUF), dem wie vielen Schwellenländerwährungen die globalen Unsicherheiten zu schaffen machen würden. Auf der anderen Seite notiere der ungarische Leitzins bei 0,9 Prozent, Anleihen des mitteleuropäischen Staates würden somit eine höhere Rendite bieten und der Wirtschaftsmotor weise ebenfalls eine erfreuliche Drehzahl auf. Nach einem BIP-Plus von 4,9 Prozent in 2018 erwarte der IWF 2019 einen Zuwachs von 3,6 Prozent. Kurzum: Gut möglich, dass der Euro zum Forint künftig ein wenig Federn lassen könnte. (13.09.2019/fx/a/t)

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