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EUR/USD in schwacher Seitwärtsbewegung gefangen


10.09.2019
DekaBank

Frankfurt (www.forexcheck.de) - Der Euro war in den vergangenen Wochen gegenüber dem US-Dollar in einer schwachen Seitwärtsbewegung gefangen, so die Analysten der DekaBank.

Anfang August habe der EUR/USD-Wechselkurs bei 1,10 und einen Monat später etwas niedriger bei 1,09 EUR/USD gelegen. Auch wenn die Euro-Abwertung nicht stark ausgefallen sei, so habe der Euro doch erstmals seit Mai 2017 wieder unter der Marke von 1,10 EUR/USD gelegen. Dabei sei er durch die europäische Zinsentwicklung belastet worden. Im Vorfeld des EZB-Zinsentscheids im September und wegen weiterhin schwacher Wirtschaftsdaten seien die deutschen Staatsanleihen mit Laufzeiten bis 30 Jahren nicht nur im negativen Bereich gewesen, sondern hätten auch neue Allzeittiefs erreicht. Gedämpft werde die Euro-Abwertung gegenüber dem US-Dollar durch die zu erwartenden US-Leitzinsensenkungen im September und Oktober um jeweils 25 Basispunkte.

EUR/USD habe nach dem nachhaltigen unterschreiten der Unterstützung bei 1,1100/10, einen Test in Richtung 1,0925 unternommen. Damit sei ein Kursniveau von Mai 2017 erreicht worden. EUR/USD bei 1,0900/25 bilde aktuell die wichtige Unterstützungszone.

Mit der einsetzenden Wachstumsschwäche in der zweiten Jahreshälfte 2018 sei auch der Euro unter Druck geraten. Aber eine Konsolidierung sei möglich. Euroland wachse noch, und der Arbeitsmarkt befinde sich im Bereich der Vollbeschäftigung. Darüber hinaus sei eine nachhaltige, wenngleich langsame Reflationierung im Gange. Eine ausgesprochene Euro-Stärke sei jedoch nicht zu erwarten, da die Geldpolitik weiter stark expansiv bleiben werde. Mittlerweile stütze die US-Geldpolitik den Euro gegenüber dem USD. Denn die FED habe den Zinserhöhungskurs nicht nur gestoppt, sondern auch bereits im Juli eine Zinssenkung vorgenommen, und sie dürfte weitere Zinssenkungen folgen lassen. Durch die anhaltend lockere Geldpolitik der EZB werde sich der hohe US-Zinsvorteil an den Kapitalmärken über die nächsten Monate aber nur leicht verringern. Die große Unsicherheit um die Geldpolitik in den USA und in Euroland bleibe ein wichtiger Faktor für eine erhöhte Volatilität an den Devisenmärkten. (Ausgabe September/Oktober 2019) (10.09.2019/fx/a/t)

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