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EUR/JPY: Kurs auf einen Stand von 116 gefallen


10.09.2019
DekaBank

Frankfurt (www.forexcheck.de) - Der Euro hat sich im August gegenüber dem Japanischen Yen von seiner schwachen Seite gezeigt, so die Analysten der DekaBank.

Der EUR/JPY-Wechselkurs sei von 120 auf einen Stand von 116 gefallen. Es seien Einflüsse aus Europa und Japan gewesen, die den Euro unter Druck gebracht hätten. Während die europäischen Wirtschaftsdaten nach wie vor auf eine schwache konjunkturelle Entwicklung hindeuten würden und umfassende weitere Lockerungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank bis Ende des Jahres zu erwarten seien, dürfte dies zunächst in Japan nicht der Fall sein. Das japanische Wirtschaftswachstum habe sich zuletzt deutlich stärker als erwartet entwickelt und die Arbeitslosenquote sei in Japan auf den niedrigsten Stand seit 1993 gefallen. Der Euro dürfte zunächst gegenüber dem Japanischen Yen in einer volatilen und schwachen Seitwärtsbewegung bleiben.

EUR/JPY habe sich in den letzten Wochen ebenfalls von seiner schwachen Seite (low 115,86) gezeigt. Im Anschluss habe sich der Euro wieder leicht in Richtung 118,00/60 erholen können. Schlusskurse oberhalb von 119,00 sollten dem Euro weiteren Raum in nördliche Richtung (120,85/00) geben. Schlusskurse unterhalb von 115,85 würden die Korrekturchancen eintrüben.

Der Ausblick für die japanische Währung sei trübe. Eine nachhaltige Aufhellung der Wachstumsperspektiven sei nach wie vor nicht in Sicht. Denn Premierminister Abe zögere weiter, mit durchgreifenden Strukturreformen den zentralen Bereich seiner "Abenomics" in Angriff zu nehmen. Die Japaner seien damit aber zufrieden. Die Partei von Premierminister Abe habe einen starken Sieg bei den Oberhauswahlen im Juli erreicht. Die Notenbank sei mit ihrer expansiven Geldpolitik mittlerweile ein wesentlicher Anker der Volkswirtschaft. Je länger die Strukturreformen und die Schuldenkonsolidierung hinausgeschoben würden, desto größer werde die Abhängigkeit von der lockeren Geldpolitik und desto schwerer werde der Ausstieg aus diesem monetären Umfeld. Für eine nachhaltige Gesundung der Volkswirtschaft sei - neben Strukturreformen - eine Normalisierung der Geldpolitik unerlässlich. (Ausgabe September/Oktober 2019) (10.09.2019/fx/a/t)

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