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EUR/GBP: Kurs wieder unter sein Stresslevel von 0,90 bis 0,93 gesunken


10.09.2019
DekaBank

Frankfurt (www.forexcheck.de) - Nach der Sommerpause hat die EU-freundliche Opposition im britischen Parlament im Eilverfahren ein Gesetz zur Vermeidung eines No-Deal-Brexits am 31. Oktober verabschiedet, so die Analysten der DekaBank.

Damit sei die Wahrscheinlichkeit dieses Risikoszenarios deutlich gesunken. Das Britische Pfund spiegle die Erleichterung darüber mit einer Aufwertung wider. Der EUR/GBP-Kurs sei wieder unter sein Stresslevel von 0,90 bis 0,93 gesunken. Eine weitere Brexit-Verschiebung über den 31.10. hinaus bleibe das Hauptszenario der Analysten. Allerdings bleibe die Brexit-Unsicherheit auch dann noch hoch. Denn es würden Neuwahlen sowie eventuell ein zweites Referendum erwartet, deren Ausgänge einen No-Deal-Brexit nicht ausschließen würden. Die Brexit-Unsicherheit schwäche die Wirtschaft in UK und werde solange auf dem Pfund lasten, bis sich ein geordneter Brexit abzeichne.

EUR/GBP in Korrekturphase: Die Schwäche des Britischen Pfunds (EUR high 0,9325) habe sich in den letzten Wochen korrigiert. Wochenschlusskurse unterhalb von 0,8960 bis 50 würden einen Test in Richtung 0,8890/70 vermuten lassen. Im Umkehrschluss würden Kurse oberhalb von 0,9115 den Euro wieder auf Kurs in Richtung 0,9325 bringen.

Die Art und Weise des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit) bestimme nach wie vor die Perspektiven für das Britische Pfund. Ein geordneter Brexit auf Basis des von der britischen Regierung und der EU ausgehandelten Abkommens mit einer Übergangsregelung bis mindestens Ende 2020 dürfte das Pfund deutlich unterstützen. In diesem Fall sollte auch die Bank of England wie erwartet ihre Zinsanhebungen fortsetzen. Allerdings dürften die anhaltende Unsicherheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen und die moderaten Wachstumsaussichten das Aufwertungspotenzial begrenzen und eine Rückkehr zu den Niveaus vor dem Referendum 2016 von unter 0,80 EUR-GBP erschweren. Im Falle eines Brexits ohne Abkommen drohe dem Pfund eine deutliche Abwertung gegenüber dem Euro in Richtung Parität. Allerdings dürfte das britische Parlament nichts unversucht lassen, um dieses Szenario zu verhindern. (Ausgabe September/ Oktober 2019) (10.09.2019/fx/a/t)

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