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EUR/GBP: Abwertungsrisiko für das Pfund nimmt zu


09.07.2019
DekaBank

Frankfurt a. M. (www.forexcheck.de) - Das Abwertungsrisiko für das Pfund nimmt zu. Denn Boris Johnson hat im noch laufenden Abstimmungsverfahren der Conservative Party die besseren Karten, Ende Juli der neue Premierminister zu werden, so die Analysten der DekaBank im Kommentar zu EUR/GBP (ISIN EU0009653088/ WKN 965308).

Sein Brexit-Kurs schließe einen No-Deal Austritt am 31. Oktober nicht aus, auch wenn er diesen nicht anstrebe. Sein Nachverhandlungswille kollidiere mit der ablehnenden Haltung der EU. Somit scheine mit Johnson eine weitere Zuspitzung der Brexit-Blockade im Herbst vorprogrammiert: Misstrauensvotum des Parlaments gegen die Regierung, Neuwahlen und/oder Referendum? Das sei nach Einschätzung der Analysten wahrscheinlicher als ein No-Deal-Austritt, würde allerdings einen weiteren Brexit-Aufschub erfordern und weiter für Unsicherheit sorgen. Dieser Ausblick schwäche das Pfund. Erst wenn UK die EU mit einem Deal verlassen (oder gar in der EU verbleiben) sollte, könnte der EUR/GBP-Kurs nachhaltig Abstand vom Stressniveau um 0,90 gewinnen.

EUR/GBP erhole sich weiter und nehme die Hürde von 0,9000 ins Visier. Aufgrund der politischen Unsicherheit und des daraus resultierenden volatilen Untertons würde eine zwischenzeitliche GBP-Erholung nicht überraschen. Das positive EUR-Bild trübe sich jedoch erst unterhalb der Unterstützung von 0,8720 ein. Weiterhin werde ein Test des nächsten Widerstands bei 0,9000 bis 0,9115 favorisiert.

Die Art und Weise des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit) bestimme nach wie vor die Perspektiven für das Britische Pfund. Ein geordneter Brexit auf Basis des von der britischen Regierung und der EU ausgehandelten Abkommens mit einer Übergangsregelung bis mindestens Ende 2020 dürfte das Pfund deutlich unterstützen. In diesem Fall sollte auch die Bank of England wie erwartet ihre Zinsanhebungen fortsetzen. Allerdings dürften die anhaltende Unsicherheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen und die moderaten Wachstumsaussichten das Aufwertungspotenzial begrenzen und eine Rückkehr zu den Niveaus vor dem Referendum 2016 von unterhalb 0,80 EUR/GBP erschweren. Im Falle eines Brexits ohne Abkommen drohe dem Pfund eine deutliche Abwertung gegenüber dem Euro in Richtung Parität. Allerdings dürfte das britische Parlament dieses Szenario zu verhindern wissen. (Ausgabe Juli / August 2019) (09.07.2019/fx/a/t)

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