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EUR/USD: Dollar wieder stärker


05.07.2019
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.forexcheck.de) - Nachdem EUR/USD sich zum Ende letzter Woche eher in Richtung 1,14 orientiert hatte, ist das Währungspaar zuletzt wieder knapp unter die Schwelle von 1,13 gefallen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.

Die höheren Niveaus seien noch auf die Nachwirkungen der FED-Zinssitzung am 19.06. zurückzuführen gewesen, wo die FED erklärt habe, "angemessen" auf die nachlassende Konjunktur- und Inflationsdynamik zu reagieren. Damit seien die Erwartungen der Anleger in Bezug auf sinkende Leitzinsen in den nächsten Monaten stark gestiegen, was den US-Dollar gegenüber dem Euro geschwächt habe. Dazu sei gekommen, dass die USA und China auf dem G20-Gipfel am 28./29.06. in Japan eine Wiederaufnahme ihrer Handelsgespräche vereinbart hätten. Dies habe eher für ein nachlassendes Risikobewusstsein der Marktteilnehmer (Risk-On-Stimmung) gesorgt, was den US-Dollar traditionell eher unter Druck setze.


Die zuletzt niedrigeren Notierungen von EUR/USD dürften zum einen der Hängepartie um die Vergabe von EU-Spitzenposten auf dem EU-Sondergipfel am 30.06. geschuldet sein. Erst am 02.07. abends hätten sich die Staats- und Regierungschefs auf ein Personaltableau geeinigt, was unter anderem Ursula von der Leyen (CDU) als neue EU-Kommissionspräsidentin und Christine Lagarde (IWF) als Nachfolgerin von EZB-Chef Mario Draghi vorsehe.

Die Nominierung von Christine Lagarde dürfte Kontinuität in der Geldpolitik versprechen, denn Lagarde sei wie Draghi als geldpolitische Taube einzuschätzen. So habe sie die Kursausrichtung der EZB in den vergangenen Jahren stets unterstützt, sodass sie die Politik von Draghi fortführen sollte. Die Aussicht darauf und nicht eine hawkishere Geldpolitik à la Jens Weidmann dürfte den Euro ebenfalls etwas unter Abwärtsdruck gesetzt haben. Auch die neuen Zolldrohungen seitens der USA in Richtung EU wegen der europäischen Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus - die USA hätten eine Liste von Produkten veröffentlicht, bei denen sie die Zölle anheben würden - hätten eher für einen schwächeren Euro gesprochen.

Für die weitere Kursentwicklung von EUR/USD sollte der US-Arbeitsmarktbericht für Juni, der am 05.07. veröffentlicht werde, neue Impulse setzen. Werde ein ähnlich niedriger Stellenaufbau außerhalb der Landwirtschaft wie im Vormonat (75.000) bekannt gegeben, könnte sich hier ein Trend abzeichnen, der mit Sicherheit die Anleger mit Sorge erfüllen würde. Erwartungen auf eine forschere Gangart bei den Leitzinssenkungen der FED dürften zunehmen und den US-Dollar wieder deutlicher gegenüber dem Euro schwächen. Noch sei es aber zu früh, um einen nachhaltigen Dynamikverlust am US-Arbeitsmarkt festzustellen. (Ausgabe vom 04.07.2019) (05.07.2019/fx/a/t)



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