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Politics is the name of the game - Euro fällt unter 1,13 USD


28.11.2018
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Themen bleiben, nur die Einschätzungen dazu verändern sich. Vor allem von der Politik kommen derzeit Kursimpulse, so die Analysten der Nord LB im Kommentar zu EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275).

Im Fokus stünden die never-ending Themen wie Brexit, Italien, Ukraine. Zur Abwechslung sei zu Wochenbeginn auch mal wieder eine Datenveröffentlichung von Interesse gewesen: Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex sei mit 102,0 Punkten nochmals etwas schwächer als erwartet ausgefallen. Unter Druck sei der Euro dadurch aber zunächst kaum geraten. Der Grund sei die Nachricht gewesen, dass sich die italienische Regierung im Haushaltsstreit mit der EU offenbar einen Hauch konzilianter zeige. Was das dann konkret bedeuten kann, war noch etwas unklar, aber ein Nachgeben der Italiener schien erkennbar, so die Analysten der Nord LB. Eine Einigung sei dagegen bereits beim Thema Brexit am Wochenende erzielt worden - zunächst aber nur unter den EU-Mitgliedsstaaten.

Das Absegnen des Brexit-Austrittsplans durch die EU bedeute, dass der Ball nun wieder komplett im Spielfeld in London liege. Das britische Unterhaus müsse am 11. Dezember über den Brexit entscheiden - oder auch eine zweite Abstimmung im neuen Jahr wiederholen. Noch ist also das Horrorszenario eines ungeordneten Brexit nicht vom Tisch, aber die Europäer scheinen zumindest zunächst den Schwarzen Peter losgeworden zu sein, so die Analysten der Nord LB.

Eigentlich sollte dies den Euro tendenziell stützen, aber die Nachricht über die wieder aufflackernde Krise in der Ostukraine habe andererseits belastet, so dass der Euro unter 1,13 USD abgesackt sei. Politik scheine derzeit also der wichtigste Faktor für die Kapitalmärkte zu sein! Die anstehenden Datenveröffentlichungen würden wohl nicht das Potential haben, daran etwas zu ändern. Genauer sollte man sich allerdings das FOMC-Sitzungsprotokoll vom 8. November anschauen, mit möglichen dovishen Elementen. Spannend könnte auch der Kommentar von Notenbankchef Jerome Powell am Mittwochabend in New York sein - auch dieser dürfte dovish ausfallen. (Ausgabe 48/2018) (28.11.2018/ac/a/m)

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