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EUR/USD: Warten auf den US-Arbeitsmarktbericht


05.09.2018
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Turbulenzen an den FX-Märkten der Emerging Markets sind am aktuellen Rand hilfreich für den US-Dollar; als Weltleitwährung profitiert dieser ganz grundsätzlich von der Verunsicherung, so die Analysten der NORD LB.

Also helfe es dem US-Dollar ohne jeden Zweifel, dass die türkische Währung noch immer unter einem spürbaren Druckzu stehen scheine. Inzwischen sei in hier die Inflationsrate zu einem zentralen Problem geworden. Die Nachricht, dass die Notenbank in Ankara Risiken für die Preisniveaustabilität sehe und anlässlich der Sitzung im September auf dieses Umfeld reagieren wolle, habe der Türkischen Lira (TRY) nicht wirklich nachhaltig helfen können. Die Marktteilnehmer würden sich weiterhin nervös präsentieren und auf einen hinreichenden Umfang der zu erwartenden Leitzinsanhebung durch die türkische Zentralbank hoffen. Angesichts des politischen Umfeldes gebe es die Sorge, dass die Notenbanker in Ankara zu vorsichtig agieren könnten. Sollte es zu einer entsprechenden Enttäuschung kommen, würde sich natürlich sofort ein verstärkter Druck auf die Lira einstellen. Dies wäre wohl ein positives Szenario für den US-Dollar, welches eine Bewegung in Richtung von 1,1500 USD pro EUR auslösen könnte. Nach oben hin sei mit Blick auf den Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro festzuhalten, dass nun die 55-Tage-Linie bei 1,1615 USD pro EUR von den Marktteilnehmern im Auge behalten werden müsse.

Die FED-Geldpolitik spreche allerdings zunächst für den US-Dollar. So sollte das FOMC im September die US-Leitzinsen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weiter anheben. Die Stärke der Wirtschaft der USA, zuletzt bestätige vom ISM PMI, spreche aktuell sehr klar für eine solche Maßnahme des FOMC. Die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Zahlen zur Lage am US-Arbeitsmarkt dürften einem Handeln der FED nicht im Weg stehen. Die Beschäftigungssituation in den USA sollte sich auch weiterhin freundlich präsentieren. Bei der Meldung der August-Daten sei vom FX-Segment auch auf mögliche Revisionen der Angaben für den Juli zu achten.
(05.09.2018/ac/a/m)

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