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EUR/USD: Zu schnell getwittert


10.07.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Bislang kannte man eigentlich nur den sogenannten Freud'schen Versprecher, eine sprachliche Fehlleistung, bei der unbeabsichtigt wahre Gedanken oder Absichten des Sprechenden zutage treten, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Im Zeitalter von Twitter gebe es möglicherweise auch so etwas wie den "Freud'schen Verschreiber". Denn das Inkrafttreten der neuen Importzölle zwischen den USA und China am 6. Juli habe einen Hedgefonds-Manager zu einem Tweet veranlasst: "Today is the first day of the war with China" ("Heute ist der erste Tag des Krieges mit China"), wobei der Verfasser wohl in der Eile unabsichtlich das Wort "trade" vergessen habe. Denn wahrscheinlich hätte es "trade war" statt "war" ("Handelskrieg" statt "Krieg") heißen sollen. Solche neuartigen "Verschreiber" dürften allerdings den meisten Marktteilnehmern gestern nicht unterlaufen sein.


Aber es sei schon bemerkenswert, wie wenig sich die Akteure um die Folgen eines möglicherweise eskalierenden Handelskonflikts zwischen den USA und China derzeit Gedanken zu machen scheinen. Vielleicht, weil es um dieses Thema zuletzt aus der Trump-Administration fast schon auffallend ruhig geworden sei oder man angesichts der in Rede stehenden Milliarden-Zahlen überhaupt nicht in der Lage sei, etwaige Folgen zu berechnen. Und da vielen Menschen Komplexität ohnehin zuwider sei, versuche man mancherorts auch schwierige Probleme derart zu vereinfachen, bis sie fast nicht mehr vorhanden seien.

Möglicherweise habe auch diese Verhaltensweise während der vergangenen beiden Handelstage dazu geführt, dass sich die Akteure wieder zunehmend risikofreudig gezeigt hätten. Überhaupt bekomme man den Eindruck, dass ökonomische Daten (wie zuletzt auch anhand des FED-Protokolls der vergangenen Woche gezeigt) eine wichtigere Rolle als die Risiken spielen würden, die sich aus dem Handelskonflikt zwischen den USA und China ergeben würden. In dieses Horn habe auch das Mitglied des EZB-Rates, Ewald Nowotny, gestoßen, der nicht nur den leichten Rückgang beim Wachstum der Eurozone heruntergespielt, sondern auch das Inflationsthema ("die Deflationsgefahren sind vorbei") stark betont habe. Bis dahin habe der eher als Zinsfalke bekannte Nowotny nichts Außergewöhnliches geäußert. Überraschend indes: Nowotny habe sich über die schwierige Situation im globalen Handel nicht besonders stark beunruhigt gezeigt.

Die Euro-Händler schienen es gestern ähnlich zu sehen, zumal der deutsche Handelsbilanzüberschuss für den Monat Mai positiv überraschte, so die Deutsche Bank. Und so habe sich der Euro (ISIN: EU0009652759, WKN: 965275) innerhalb seiner Konsolidierungszone zwischen 1,1505 und 1,1855 folgerichtig robust gezeigt. (10.07.2018/ac/a/m)



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