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Währungen von Schwellenländern unter Druck


06.07.2018
fairesearch

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Seit Beginn des zweiten Quartals 2018 stehen die Wechselkurse von Schwellenländerwährungen an den Devisenmärkten unter Kursdruck, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".

Zunächst seien es die Währungen von Argentinien, Brasilien und der Türkei gewesen, doch inzwischen seien auch Russland, Indien, Iran und andere belastet. Bei jedem Land gebe es länderspezifische Gründe, wie z.B. schwaches Wachstum (Brasilien), Zweifel an der Zahlungsfähigkeit (Argentinien), höhere Inflation (Türkei, Iran). Alle gemeinsam belaste der Zinsauftrieb in den USA und zuletzt die Zuspitzung im weltweiten Handelskrieg (USA, China, Europäische Union).


Viele Schwellenländer kennzeichne die hohe und in US-Dollar denominierte Verschuldung. Jetzt am Ende der Nullzinspolitik werde der Schuldendienst (Soll-Zinsen + Tilgungen) zu einem größeren Problem. Eine Umschuldung könne nur zu höheren Zinssätzen und zu einem teurer gewordenen US-Dollar durchgeführt werden. Durch die Rückführung der von der FED aufgenommenen Anleihen (QE) werde zudem die Liquidität knapper. Dies drohe auch durch die EZB in der Eurozone, die von Ende 2018 an die Anleihenkäufe einstellen wolle.

Von der Kursschwäche der Schwellenländerwährungen seien zunächst Vorteile für die Exportwirtschaft des jeweiligen Landes erwartet worden. Inzwischen aber werde klarer, dass die Handelssanktionen die Weltwirtschaft und den Welthandel stärker belasten würden. Davon seien alle betroffen, insbesondere aber die exportorientierten Volkswirtschaften. Dies würden bereits erste Abwärtsprognosen von Forschungsinstituten für das BIP-Wachstum in wichtigen Industrienationen zeigen. Die Schwellenländern müssten sich deswegen auf härtere Zeiten einstellen. Dann falle der Schuldendienst umso schmerzlicher aus. Aufkommende Zweifel an der Tragfähigkeit dieses Schuldendienstes seien damit für manchen Emerging Markets (EM) durchaus berechtigt.

Die Rhetorik für Handelssanktionen sei spürbar schärfer geworden. Die Eskalation entbehre jeder Rationalität. Importzölle würden nicht nur das Exportland betreffen, sondern würden auch Konsumenten und heimische Industrie belasten. Auch in den USA könnte das BIP-Wachstum im zweiten Quartal 2018 den Gipfel des Konjunkturzyklus erreicht haben. Die Fragilität an den Aktien- und Rentenmärkten könnte somit weiter Bestand haben. Die Risikoaversion der Investoren nehme langsam weiter zu.

Die Kursschwäche von Schwellenländerwährungen dürfte auf absehbare Zeit (mindestens drei Monate) weiter anhalten, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch". (Ausgabe vom 05.07.2018) (06.07.2018/ac/a/m)



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