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EUR/USD: Giuseppe Contes Antrittsrede hat die Gemeinschaftswährung unter Druck gebracht


06.06.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Eigentlich sind Wahlergebnisse für die Akteure an den Finanzmärkten viel wichtiger als Antrittsreden, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Aber diejenige des neuen italienischen Premiers Giuseppe Conte scheine von den Marktteilnehmern mit Interesse erwartet worden zu sein. Nicht nur weil man darauf gespannt gewesen sei, wie Conte die gegensätzlichen Forderungen von Fünf-Sterne-Partei und Lega Nord unter einen Hut bringen würde. Denn erstere wünsche sich primär Unterstützung für die Armen, etwa in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens, während die Lega möglichst schnell mit der zweistufigen Pauschalsteuer auf Einkommen und Gewinne, der so genannten "flat tax", vorankommen möchte. Beide Parteien hätten jedenfalls in ökonomischer Hinsicht eines gemeinsam: Sie möchten ihre Programme in erster Linie auf Kosten einer erhöhten Neuverschuldung umsetzen. Wenn auch Conte es in seiner Rede vor der Vertrauensabstimmung im Senat vermieden habe, sich hinsichtlich des Zeitplans der Steuerreform konkret zu äußern, sei den Händlern offenbar eines wieder deutlich ins Bewusstsein gerufen worden: Die Vorhaben der neuen Regierung würden den EU-Haushaltsregeln zuwiderlaufen.

Die Reaktion der Marktteilnehmer sei deswegen auch unmissverständlich gewesen. Die zweijährigen italienischen Staatsanleihen seien infolge der Jungfernrede Contes vorübergehend um mehr als 25 Basispunkte gesprungen, und auch der Euro sei zunehmend unter Druck geraten. Gegenwind habe es allerdings für die Gemeinschaftswährung auch von Kommentatoren gegeben, die ein Statement von IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson bereitwillig aufgenommen hätten. Dieser habe nämlich anlässlich des - für den Markt keineswegs überraschend - gesunkenen Einkaufsmanagerindex der Eurozone (Dienstleister und Verarbeitendes Gewerbe kombiniert) von einer dramatischen Verschlechterung des konjunkturellen Ausblicks der Eurozone gesprochen.

Wenn man überhaupt am gestrigen Handelstag von ökonomischen Überraschungen habe sprechen wollen, habe dies am ehesten für den US-ISM-Einkaufsmanagerindex außerhalb des Verarbeitenden Gewerbes zugetroffen, der die mittleren Prognosen deutlich übertroffen habe. Dieses Datum dürfte den Händlern einmal mehr als Bestätigung dafür dienen, dass es mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am 13. Juni zu einer weiteren Leitzinserhöhung in den USA kommen werde. Der Euro habe gestern per saldo etwas nachgegeben; sein kurzfristiger Abwärtstrend verlaufe nun zwischen 1,1740/45 und 1,1395 EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275). Sollte die Obergrenze überwunden werden, würde dies nicht nur eine erste Stabilisierung, sondern die Möglichkeit deutlicherer korrektiver Erholungsbewegungen in Richtung 1,1855 eröffnen. (06.06.2018/ac/a/m)

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