Indizes
vom 14.08.18, 10:53
Kurs
Vortag
+/- abs.
%   
DAX 12.391
12.359
+32,00
+0,26 %
MDAX 26.621
26.700
-79,08
-0,30 %
TecDAX 2.927
2.938
-11,19
-0,38 %
SDAX 12.293
12.305
-11,92
-0,10 %
X-DAX 12.447
12.350
+96,40
+0,78 %


Suche
 
 erweitert  
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Optionen & Futures
 Optionsscheine
 Währungen
 Zertifikate
nach Artikeln
 alle Artikel
 nur Analysen
 nur News
 als Quelle

Newsletter
 
mehr
 Aktien   
 Derivate   
 Fonds   
 Forex   
 Optionsscheine   
 Rohstoffe   
 Zertifikate   

Trading-Depot Login
 
Passwort vergessen?
oder Neuanmeldung


 
 

EUR/USD: Der Ruf nach Schuldenerlass


17.05.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es dürfte zu Wochenbeginn nicht nur uns aufgefallen sein, dass sich die Regierungsbildung in Italien ungünstig für die Europa-Wirtschaftspolitik und somit auch als Belastung für den Euro erweisen könnte, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Diese Bedenken seien nun mit einiger Verspätung auch im Devisenmarkt angekommen, nachdem das Bündnis aus Lega Nord und Fünf-Sterne-Partei von der EZB einen Schuldenerlass in Höhe von 250 Milliarden Euro gefordert habe. Mit anderen Worten: Die EZB solle einen Teil der italienischen Anleihen einfach streichen. Nun sei das noch nicht im Amt befindliche mögliche künftige Regierungsbündnis zwischenzeitlich wieder ein wenig zurückgerudert. Die Idee sei in keinem offiziellen Entwurf für ein Regierungsprogramm enthalten, habe der wirtschaftspolitische Sprecher der Fünf-Sterne-Bewegung, Claudio Borghi, gegenüber Reuters klar gestellt. Auch wenn diesem Ansinnen das Verbot der Staatsfinanzierung durch die EZB entgegenstünde, habe es die Marktteilnehmer dennoch aufgeschreckt. Zumal bereits am Dienstagabend von der "Huffington Post Italia" über den Entwurf für ein Koalitionspapier berichtet worden sei, das unter anderem nicht nur eben diese Forderung nach einem Schuldenerlass durch die EZB, sondern auch nach Neuverhandlungen über Italiens Beitrag zum EU-Haushalt zum Inhalt gehabt habe.

Auch dürfte es viele Akteure kaum beruhigen, dass das Regierungsbündnis angeblich nicht mehr den Euro infrage stellen möchte. Jedenfalls habe dieser in der Folge abermals an Boden verloren und mit knapp 1,1760 EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) den niedrigsten Kurs seit dem 18. Dezember 2017 markiert.

Auch wenn das künftige italienische Regierungsbündnis zuletzt zurückgerudert sei, würden nach den Erkenntnissen der Verhaltensökonomik dessen Maximalforderungen - selbst wenn diese völlig unrealistisch erscheinen sollten - in der Wahrnehmung der Akteure bei späteren Verhandlungen als psychologischer Anker und Referenzpunkt erhalten bleiben. Und es wäre nicht das erste Mal, dass bei Verhandlungen ein späteres Einlenken gegenüber den ursprünglichen, möglicherweise sogar unsinnigen Maximalforderungen von der Gegenseite oder auch von Unbeteiligten als relativer Gewinn und eigener Sieg wahrgenommen würde. Am Ende dürfte es gestern die wenigsten Akteure gewundert haben, dass wie schon am Vortag ökonomische Daten angesichts der Italien-Turbulenzen - vielleicht auch mangels großem Überraschungsmoment - eine untergeordnete Rolle gespielt hätten. Der kurzfristige Trend des Euro verlaufe indes weiterhin steil nach unten, nunmehr zwischen 1,2050/55 und 1,1680/85. (17.05.2018/ac/a/m)

Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken Artikel versenden Artikel versenden
Weitere Analysen & News mehr
13.08.2018, Deutsche Bank
EUR/USD: Lira-Absturz schürt Ängste
08.08.2018, Deutsche Bank
EUR/USD: Über die Budgets von Fußball und Politik
07.08.2018, Deutsche Bank
EUR/USD: Kurz vor dem Jahrestief
06.08.2018, Deutsche Bank
EUR/USD: Mittelprächtige Daten verleihen US-Dollar Schwung
31.07.2018, Deutsche Bank
EUR/USD befestigt

Copyright 2018 forexcheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG