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EUR/USD: Kontrolle der Zinskurve durch die FED würde den US-Dollar strukturell schwächen


01.07.2020
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.forexcheck.de) - Aus Sicht der Analysten der Hamburg Commercial Bank hat EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) seinen Boden gefunden, jedenfalls aus technischer Sicht.

Das wichtige Retracement-Level von 1,0860 sei bei Monatsschluss nie durchbrochen worden, während der Mai oberhalb von 1,11 geendet habe und damit die vorhergehenden drei monatlichen Open-to Close-Spannen überschritten habe.

Die Trendwende sei auf Niveaus von derzeit über 1,12 ausgebaut worden, und zwar hauptsächlich aus einem ziemlich einfachen Grund: Die Zuflüsse in den US-Dollar als sicheren Hafen, die auf seiner Rolle als Leitwährung der Welt beruhen würden, seien im Zuge der Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung verebbt. Diese werden durch eine Menge überraschend positiver Wirtschaftsdaten angeheizt, die die führenden Aktienmärkte favorisierte V-Formen annehmen lassen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.


In letzter Zeit kam jedoch eine kalte Dusche von den weltweit wiederauflebenden Infektionen, die uns daran erinnern, dass die Pandemie noch eine ganze Weile belastend sein wird, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank. Infolgedessen seien euphorische Käufer kurz über 1,14 abgeblockt worden.

Vor allem die FED - die bisher eine großartige Arbeit geleistet habe - behalte ihre vorsichtige Sichtweise bei und lege das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Negative FED-Leitzinsen würden abgelehnt, aber Maßnahmen wie die Steuerung der Zinskurve im Stil der japanischen Notenbank (BoJ) würden untersucht, um eventuell unerwünscht steigenden Renditen zu begegnen. Inzwischen seien die Realrenditen in den USA für zehnjährige T-Notes auf den niedrigsten Stand seit April 2013 gesunken. Der US-Dollar sollte davon unterschwellig belastet werden, aber wenn man daraus eine pessimistische Prognose für die US-Wirtschaft ableite, könnte sich der US-Dollar bei erneuten Save-Haven-Zuflüssen dennoch verstärken.

Die politischen Entscheidungsträger in der EU hätten gelernt, dass außerordentliche Anstrengungen unvermeidlich seien, um die Pandemie zu überwinden. Das erfordert Einstimmigkeit, und die Märkte scheinen zu glauben, dass der vorgeschlagene Wiederaufbaufonds im Laufe des Juli realisierbar ist, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank. Die erneute Infektionswelle könnte in dieser Hinsicht Wunder bewirken. Ein weiterer Mangel diesseits des Atlantiks scheine effektiv behoben zu sein: Das Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts gegen das Anleiheankaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) sei von den deutschen Behörden mit der Behauptung beiseitegelegt worden, die EZB habe genug getan, um den Anforderungen des Gerichts nachzukommen, allerdings ohne formalen Abschluss.

Alles in allem sind die Analysten der Hamburg Commercial Bank viel zuversichtlicher in Bezug auf den erwarteten Aufwertungspfad geworden. Gegenläufige Faktoren würden EUR/USD derzeit festhalten, aber wenn sich die EU auf den Wiederaufbaufonds einige, könnte EUR/USD schon viel früher über 1,14 steigen. (Ausgabe Juli 2020) (01.07.2020/fx/a/t)



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