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EUR/USD: Wird das Säbelrasseln so schnell verstummen wie es laut geworden ist?


10.01.2020
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.forexcheck.de) - Die Amerikaner haben einen handfesten Konflikt mit dem Iran vom Zaun gebrochen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG.

Dieser sei inzwischen auch nicht unbeantwortet geblieben. Dennoch scheinen sich die Märkte - abgesehen von unmittelbarer Volatilität - darauf verständigt zu haben, dass diese Auseinandersetzung regional begrenzt bleiben kann, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank AG.

Es sei aber bereits deutlich geworden, dass der Dollar aus einer Eskalation nicht als Gewinner hervorgehen werde, vor allem nicht gegenüber dem Yen. Die Situation in EUR/USD werde jedoch wie so oft von gegenläufigen Strömungen überlagert. Bis in das neue Jahr hinein hätten sich die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone per saldo überraschend positiv gezeigt, während jenseits des Atlantiks eher Enttäuschung vorgeherrscht habe, was im Prinzip der Argumentation der Analysten für einen festeren EUR/USD-Wechselkurs im Verlaufe des Jahres entspreche.

Über dem Niveau von 1,12 USD/EUR sei jetzt allerdings ein wenig die Luft ausgegangen. Für Chartisten sei hier der gleitende 55-Wochen-Durchschnitt, derzeit bei 1,1196, genannt, welcher per Wochenschlusskurs trotz aller fundamentalen Unterstützung nicht habe überwunden werden können. Eine Gemengelage aus Konfliktberuhigung und ansatzweise wieder besseren US-Wirtschaftsdaten, zu denen die Analysten am Freitag den Arbeitsmarktbericht erwarten würden, dürfte EUR/USD in der kommenden Woche eher noch einmal etwas unter Druck setzen. Aus technischer Sicht liege eine Korrektur bis auf ein Niveau von 1,1040-80 im Bereich des Möglichen. (Ausgabe vom 09.01.2020) (10.01.2020/fx/a/t)

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