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EUR/USD: Generaltrend bleibt weiter abwärts gerichtet


10.01.2020
National-Bank AG

Essen (www.forexcheck.de) - Maßgeblich für die Entwicklung des Dollarkurses zum Euro ist der längerfristige Ausblick für die Wachstums- und Zinsdifferenzen, so die Analysten der National-Bank AG.

Treffe ihre Analyse mit Blick auf die Gründe für den Abwärtstrend der europäischen Inflationsentwicklung zu, sollte die Aufspreizung des transatlantischen Zinsspreads solange anhalten, bis es in Europa zu einem geld- und wirtschaftspolitischen Regimewechsel komme. Und ein solcher sei ihres Erachtens nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten davon ausgehen, dass der Generaltrend für die Gemeinschaftswährung weiter abwärts gerichtet bleibe. Im Ergebnis würden sie derzeit eine Aufwertung der US-Devise auf Kurse um EUR/USD 1,08 als am wahrscheinlichsten ansehen.

Die auf Basis der fundamentalen Modelle errechneten gleichgewichtigen Werte lägen im Moment noch etwas höher als der aktuelle Kurs. Dahinter stehe auch maßgeblich, dass die Kapitalmarktzinsen in den USA stärker gesunken seien, als es der binnenwirtschaftlichen Entwicklung in den USA eigentlich angemessen wäre. Die Verschiebung der grundlegenden Bestimmungsfaktoren der europäischen Geldpolitik hin zu einer Verschärfung der "Liraisierung" des Euroraumes gehe dabei allerdings mit Strukturbrüchen einher, die sich in erhöhter Prognoseunsicherheit niederschlagen würden. Sollte sich die Interpretation der unterschiedlichen Notenbankpfade bewahrheiten, könnte der US-Dollar auf die längere Frist noch über die letztgenannte Marke hinaus aufwerten. (10.01.2020/fx/a/t)

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