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Schweizer Franken schlägt Japanischen Yen


10.01.2020
Postbank Research

Bonn (www.forexcheck.de) - Die jüngste Eskalation zwischen dem Iran und den USA trieb Anleger vermehrt in sichere Häfen, so die Analysten von Postbank Research.

Davon hätten auch als sicher geltende Währungen wie der Japanische Yen und der Schweizer Franken profitiert. Der Franken sei dabei durch die Unsicherheit mehr gestärkt worden als der Yen und habe seit Anfang Dezember um rund zwei Prozent gegenüber dem Euro aufgewertet. Der Yen habe seinem Ruf als präferierte Anlage bei geopolitischen Risiken diesmal nicht gerecht werden können. Dies dürfte daran liegen, dass Japan 85 Prozent seiner Ölimporte aus der Region um den Persischen Golf beziehe.

Die Aufwertung des Franken dürfte inzwischen zu weit gelaufen sein. Nicht nur habe Donald Trump in einer gemäßigten Rede am Mittwoch Entspannungssignale im Konflikt mit dem Iran gesendet. Auch die Schweizerische Nationalbank dürfte bemüht sein, den Franken - bei Bedarf auch durch Devisenmarktinterventionen - wieder zu schwächen. Der Ende 2019 erfolgte Anstieg der Inflationsrate in den positiven Bereich dürfte in Verbindung mit den zuletzt robusten Makrodaten dazu führen, dass die Notenbank an ihrer expansiven Geldpolitik festhalte. Zwar könnten vor allem europäische Risiken wie der Brexit oder ein Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU immer wieder zu Aufwärtsdruck führen, eine weitere nachhaltige Aufwertung des Franken vom aktuellen Niveau aus erscheine aber unwahrscheinlich. (10.01.2020/fx/a/t)

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