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EUR/USD: FED und Brexit bleiben von hoher Relevanz


06.02.2019
Nord LB

Hannover (www.forexcheck.de) - Erwartungsgemäß hat das FOMC zum Start des neuen Jahres keine Zinsanhebung vorgenommen; die Kommunikationspolitik wurde allerdings angepasst, so die Analysten der Nord LB im Kommentar zu EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275).

Die Notenbanker würden nun deutlicher signalisieren, dass man in der Zukunft vorsichtiger agieren werde. Prinzipiell sei mit Hinweisen in diese Richtung zwar schon zu rechnen gewesen, einige Marktteilnehmer im FX-Segment würden nun aber wohl doch etwas zu wenig Handlungsbereitschaft bei der FED erwarten. Nach der Notenbanksitzung in Washington sei die US-Währung entsprechend unter einen gewissen Druck gekommen. Das FOMC werde die Leitzinsen in den USA im Laufe des Jahres 2019 wohl langsamer als in 2018 anheben, eine komplette Abstinenz von konkreten geldpolitischen Maßnahmen zur Verteuerung der Kreditkosten in den Vereinigten Staaten dürfte es aber wohl nicht geben. Zwar lasse vor allem die Inflationsentwicklung ein Zögern der FED zum Start des neuen Jahres zu, die am Freitag gemeldeten US-Konjunkturdaten würden aber schon klar in die Richtung deuten, dass die Wirtschaftslage in den USA eine Erhöhung der FED Funds Target Rate perspektivisch zulassen werde (beziehungsweise sogar erforderlich machen sollte).

Vor allem die aktuellen Zahlen zum Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hätten die Analysten und den Devisenmarkt positiv überrascht. Im Januar sei es bei diesem wichtigen Stimmungsindikator zu einem Anstieg auf beachtliche 56,6 Punkte gekommen. Die US-Industrie diagnostiziere somit wieder ein nachhaltiges Anziehen der ökonomischen Aktivität. Einige Befragungsteilnehmer hätten dämpfende Effekte durch den Handelskonflikt thematisiert. Eine Lösung dieses Streitfalls könnte in den kommenden Monaten also sogar für noch bessere Laune bei den Einkaufsmanagern sorgen. Eine Rückkehr der Kältewelle möge zunächst aber zu Belastungen des Wachstums führen. Neben US-Wirtschaftsdaten bleibe zudem der Brexit im Blickfeld des FX-Segmentes. (06.02.2019/fx/a/t)

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