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Der Wind dreht sich langsam gegen den US-Dollar


09.01.2019
Berenberg

Frankfurt a. M. (www.forexcheck.de) - Der US-Dollar dürfte seine stärkste Phase hinter sich haben, so der Experte von Berenberg Dr. Jörn Quitzau.

Während die Märkte die geldpolitische Zurückhaltung der Europäischen Zentralbank bereits antizipiert hätten, könnte die amerikanische Notenbank FED die Märkte mit ihrer Geldpolitik überraschen, die wohl weniger restriktiv ausfallen werde als viele Beobachter dies bisher noch erwarten würden. Und da auch bei den US-Marktzinsen nicht mehr viel Platz nach oben sei, gehe dem US-Dollar etwas Rückenwind verloren.


Der Ausgang des Handelsstreits zwischen den USA und China und dessen Einfluss auf die Weltkonjunktur werde den Dollarkurs ebenfalls bewegen. Zusammen mit den vielen anderen Risiken, von denen die Welt im Jahr 2018 heimgesucht worden sei, habe sich eine Gemengelage ergeben, die dem US-Dollar einmal mehr Attraktivität verliehen habe. Auf den US-Dollar als sicheren Anlagehafen sei Verlass. In ihrem Basisszenario würden die Analysten der Berenberg jedoch ein schrittweises Abklingen der Risiken erwarten. Wenn die Marktakteure wieder bereit seien, höhere Risiken einzugehen, würde Kapital wieder vermehrt aus den USA herausfließen und damit den Dollarkurs schwächen.

Insgesamt zeige sich: Was für den US-Dollar spreche - höhere Zinsen, sicherer Anlagehafen -, sei bereits im Dollarkurs enthalten. Es bräuchte deshalb neue Krisen oder positive Überraschungen auf der US-Zinsseite, um den US-Dollar weiter nach oben zu treiben. Wahrscheinlicher sei jedoch, dass der US-Dollar einen Teil seiner Stärke im Jahresverlauf verlieren werde.

Auch in diesem Jahr möchten die Analysten der Berenberg zumindest erwähnen, dass die hohen Staatsschulden von über 100% des BIP in Kombination mit anhaltend hohen Haushaltsdefiziten von über 3% des BIP das Vertrauen in die amerikanische Währung langfristig beschädigen könnten. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Finanzmärkte eines Tages die Rückzahlungsfähigkeit des amerikanischen Staates infrage stellen. Die Analysten der Berenberg würden das aber nicht als Thema für 2019 sehen. Neben der Sonderstellung im globalen Finanzsystem, die den USA vergleichsweise hohe Staatsschulden ermögliche, sei die US-Konjunktur noch zu robust, um solchen Diskussionen ausreichend Nährboden zu geben. Wie schon im Vorjahr komme dieses Thema in die Wiedervorlage für 2020 oder 2021. (Ausgabe vom 02.01.2019) (09.01.2019/fx/a/t)



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