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EUR/GBP: Sterling reagiert wieder auf ökonomische Daten


17.10.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der heute stattfindende EU-Gipfel warf gestern seine Schatten voraus, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

So hätten sich Meldungen aus Großbritannien und der EU zu den Brexit-Verhandlungen fast im Minutentakt abgewechselt. Einmal etwas positiver, ein anderes Mal etwas negativer. Ein EU-Vertreter habe bemängelt, man sei mit den Verhandlungen nicht dort, wo man eigentlich sein wolle, während es aus Deutschland eher ein optimistisch klingendes Statement gegeben habe. Auf der anderen Seite habe Theresa May froh sein können, dass es bis nach dem Mittagessen keine Rücktrittsdrohungen von Mitgliedern ihres Kabinetts gegeben habe. Kein Wunder, dass nun mancherorts darüber gerätselt werde, wie Theresa May genügend Stimmen im Unterhaus für einen möglichen Brexit-Deal zusammen bekommen wolle.

Dabei sei die wohl mutigste aller vorgeschlagenen Strategien gleichzeitig die psychologisch interessanteste. So sei darüber spekuliert worden, dass die Premierministerin ein Abkommen mit Brüssel schließen könnte, um danach sowohl die Brexiteers in ihrer Partei als auch die nordirische DUP vor vollendete Tatsachen zu stellen. Frei nach dem Motto: Friss oder stirb. Zumindest hätte Theresa May im Falle der Ablehnung ihres Vorschlages eines erreicht: Die Verantwortung für etwaige Folgen für die britische Wirtschaft, Neuwahlen, vermutlich verbunden mit einem Machtverlust der Torys, müssten diejenigen tragen, die ihr die Gefolgschaft verweigert hätten. Sich derart zu "committen" wäre für ihre Gegner auf jeden Fall mit höheren psychischen Kosten verbunden, als eine einfache Zustimmung.

Interessanterweise habe Sterling (ISIN EU0009653088/ WKN 965308) gestern auch einmal wieder auf ökonomische Daten reagiert. So habe das Britische Pfund von der höher als erwartet ausgefallenen Entwicklung bei den Stundenlöhnen profitieren und so den Euro im Rahmen seines kurzfristigen Abwärtstrends zwischen nunmehr 0,8825/30 und 0,8675 zeitweise ordentlich unter Druck setzen können. (17.10.2018/ac/a/m)

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