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EUR/USD: Anker für Italiens Neuverschuldung


28.09.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Auch wenn die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) gestern bis zum Schluss der europäischen Handelssitzung zeitweise nur 0,6 Prozent an Wert verloren hatte, blieb es in der Wahrnehmung vieler Akteure ein verlorener Tag für den Euro, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die Hauptursache für den Kursrückgang dürfte wohl in erster Linie in Italien zu suchen sein, wo noch gestern früh völlig offen gewesen sei, wann sich die Regierungsmitglieder zur Festlegung des Budgets überhaupt treffen würden. Allein schon diese Unsicherheit habe dafür gesorgt, dass die Renditen italienischer Staatsanleihen gleich zu Handelsbeginn nach oben gesprungen seien. Tatsächlich hätten sich am Donnerstagvormittag weder Italiens Premierminister Giuseppe Conte noch die beiden Stellvertreter Luigi Di Maio (Fünf-Sterne-Partei) und Matteo Salvini (Lega Nord) in Rom befunden. Statt sich frühzeitig zu einem Treffen des Kabinetts einzufinden, seien Medienberichten zufolge alle drei Politiker irgendwo in Europa unterwegs gewesen. Obwohl gestern der Haushaltsplan bis Mitternacht habe fertiggestellt werden müssen, um ihn der EU-Kommission zur Überprüfung vorzulegen.


Dazwischen habe es immer wieder Medienberichte gegeben, wonach der parteilose Finanzminister Giovanni Tria entweder mit Rücktritt gedroht oder von der Koalition zu einem solchen gedrängt worden sei. Denn die Koalition habe sich bereits auf eine höhere Staatsverschuldung als die vom Finanzminister vorgeschlagenen deutlich unter knapp 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts geeinigt. Obwohl die EU-Neuverschuldungsgrenze bei 3 Prozent liege, sei mittlerweile die 2-Prozent-Marke zum Referenzpunkt und psychologischen Anker avanciert. Es sei genau dieser Anker, der mittlerweile für die Investoren zum Gradmesser geworden sei, ob die Neuverschuldung Italiens zu hoch oder zu niedrig ausfallen würde.

Nun habe es gestern auch noch eine Fülle ökonomischer Daten gegeben, die den Euro hätten beeinflussen können. So etwa die ersten Schätzungen des deutschen Konsumentenpreisindex für September, der mit +0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat bzw. 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Sieben-Jahres-Hoch) deutlich über den Erwartungen der Ökonomen gelegen habe. Unterdessen habe es aus den USA eher durchwachsene Neuigkeiten zu vermelden gegeben, da etwa die Kernrate bei den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter enttäuscht habe. Allerdings hätten Händler - trotz der seit einer Woche stabil gebliebenen impliziten Wahrscheinlichkeiten des CME FedWatch Tools für weitere Zinserhöhungen bis Ende September 2019 - seltsamerweise darauf verwiesen, dass sich das hawkishe Statement des Offenmarktausschusses der US-Notenbank vom Mittwoch noch nicht positiv auf den Dollar ausgewirkt hätte, weswegen Nachholbedarf bestünde.

Indes: Der gestrige Rücksetzer beim Euro sei auch dessen kurzfristigem Aufwärtstrend nicht gut bekommen, der nun deutlich flacher zwischen 1,1580/85 und 1,1830 verlaufe. Daran habe auch das von Italiens Regierung gestern Nacht verabschiedete Budget mit einer Neuverschuldung von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nichts geändert. (28.09.2018/ac/a/m)


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