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EUR/USD: Das Problem mit der Vergeltung


12.07.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Gestern früh war es herausgekommen: Die USA machen mit der Drohung Donald Trumps Ernst, Strafzölle auf Importe aus China in einem Volumen von weiteren 200 Mrd. USD zu erheben, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Denn der US-Präsident habe den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer angewiesen, eine Liste der betroffenen Produkte zu erstellen und mit den Vorbereitungen für eine Besteuerung dieser Güter in Höhe von 10 Prozent zu beginnen. Obwohl diese Arbeiten nicht vor dem 30. August dieses Jahres abgeschlossen sein würden, sei die Reaktion auf die Ankündigung vor allen Dingen an den Aktienmärkten zu spüren gewesen. Die große Frage indes habe sich für viele Akteure gestellt, wie China auf diese Ankündigungen reagieren würde. Zwar habe das chinesische Handelsministerium die neue Liste als nicht akzeptabel bezeichnet und Vergeltung für die neuen US-Zölle angekündigt, ohne allerdings bislang dabei konkret zu werden.


Nicht zu Unrecht habe etwa das Wall Street Journal darauf hingewiesen, dass China nicht genügend Waren von den USA importieren würde - im vergangenen Jahr hätten diese Importe knapp 131 Mrd.USD betragen -, um auf die gleiche Weise zurückschlagen zu können. Zumindest könne sich China mit einer Reaktion bis zur Umsetzung der US-Maßnahmen, also bis Ende August, Zeit lassen, habe es geheißen. Zeit, die man übrigens auch zum Verhandeln nutzen könne. Nachdem der Euro vorgestern Beobachtern zufolge noch im Namen der Risikofreude gefallen sei, sei es nun neu aufgekeimte Risikoaversion der Akteure gewesen, die der Gemeinschaftswährung gestern zugesetzt habe.

Für Euro-Optimisten seien daher gestern (zumindest zeitweise) glücklicherweise wieder einmal die sogenannten Quellen aus EZB-Kreisen zu Wort gekommen. Nachdem von diesen mit der Angelegenheit betrauten Personen vor knapp einer Woche noch zu vernehmen gewesen sei, dass eine erste Leitzinserhöhung bereits im September oder Oktober kommenden Jahres - und nicht wie von vielen Finanzmarktteilnehmern erwartet im Dezember - vorgesehen sei, scheinen sich die EZB-Entscheider jetzt nicht mehr ganz einig zu sein. So berichte etwa Reuters mit Berufung auf diese Quellen, dass der zuletzt von EZB-Ratsmitgliedern fast gebetsmühlenartig immer wieder ins Spiel gebrachte Hinweis, die Zinsen würden frühestens nach Ablauf des Sommer 2019 erhöht, innerhalb des Rates unterschiedlich interpretiert würde: Während die einen einen solchen Schritt bis Anfang Herbst ausschließen würden, scheine es andere zu geben, die einen ersten Zinsschritt bereits Ende Juli sehen würden.

Per Saldo habe sich der Euro (ISIN: EU0009652759, WKN: 965275) jedoch leicht schwächer als am Vortag präsentiert und bleibe innerhalb seiner Konsolidierung zwischen 1,1505 und 1,1855 USD. (12.07.2018/ac/a/m)



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