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EUR/USD: US-Dollar wieder stärker gesucht


28.06.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es wird kein neues Regelwerk geben, um chinesische Investments in den USA zu kontrollieren, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Dies hätten hohe Vertreter der Trump-Administration gestern in einem Gespräch mit Reportern durchblicken lassen. Stattdessen habe Präsident Donald Trump nach monatelangen internen Beratungen beschlossen, einen bereits bestehenden, behördenübergreifenden Ausschuss CFIUS (Committee on Foreign Investments in the US) für die Überwachung ausländischer Investments heranzuziehen. Der CFIUS-Ausschuss überprüfe bereits jetzt Unternehmens-Transaktionen hinsichtlich ihrer sicherheitspolitischen Relevanz, solle aber durch ein entsprechendes Gesetz reformiert werden. Obgleich viele Teilnehmer an den Finanzmärkten diesen Schritt Donald Trumps als Rückzieher infolge der starken Kursrückgänge an den US-Aktienmärkten interpretiert hätten, hätten Regierungsvertreter darauf verwiesen, dass diese Entscheidung keineswegs als eine Änderung der Position gegenüber China zu verstehen sei. Tatsächlich sei mit der Entscheidung für CFIUS Finanzminister Steven Mnuchin bestätigt worden, der im Handelsstreit mit China eher eine gemäßigte Position vertrete.

Allerdings habe Mnuchin zu Anfang dieser Woche bereits klar gemacht, dass sich etwaige Investitionsbeschränkungen ohnehin nicht auf China alleine bezögen. Auch stünden bestimmte Staaten nach den geplanten Änderungen bei CFIUS unter verstärkter Überprüfung, so Mnuchin. Ein Ökonom habe es so ausgedrückt: "Es wird keine neuen, aber höhere Hürden geben". Und so könne man durchaus nachvollziehen, wenn Beobachter behaupten würden, der Teufel stecke wohl im Detail. Denn was würde sich für chinesische Investments in den USA ändern, wenn sich China via CFIUS unter den Staaten befände, denen eine erhöhte Überprüfung drohe?

Dennoch hätten nicht nur viele Börsen mit einer gewissen Erleichterung reagiert. Auch der US-Dollar sei gestern wieder stärker gesucht gewesen. Immerhin habe Finanzminister Mnuchin gestern eine Prognose für das US-Wachstum des zweiten Quartals parat gehabt: "big". Und was "big" heißen könnte, könne man der gestrigen Wachstumsprognose der FED von Atlanta entnehmen, deren Modell GDPNow nun von einem realen Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal von +4,5 Prozent ausgehe. Der Euro sei indes gestern primär nicht wegen eigener Schwäche, sondern aufgrund von Dollar-Stärke unter Druck geraten, bewege sich aber noch innerhalb seiner Konsolidierungszone zwischen 1,1505 und 1,1850/55 EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275). (28.06.2018/ac/a/m)

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