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EUR/GBP: Unbefriedigende Lösung bezüglich Grenzfrage zwischen Irland und Nordirland hat Sterling geschadet


08.06.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Es gab gestern ein heftiges Hin und Her in der Diskussion zwischen der britischen Regierungschefin Theresa May und ihrem Brexit-Minister David Davis über die Grenzfrage zwischen Irland und Nordirland, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Davis solle einmal sogar mit seinem Rücktritt gedroht haben. Am Ende, so sei kolportiert worden, bleibe Davis doch im Amt, außerdem habe die britische Regierung einen (Notfall)-Plan ("backstop"), eine Übergangsregelung in der Grenzfrage. Danach bliebe Großbritannien in der Zollunion mit der EU, solange keine andere Lösung in der Grenzfrage gefunden werde. Immerhin gebe es auf Drängen Davis' nun ein Enddatum für diese Bemühungen. So solle bis Dezember 2021 eine zukunftsfähige Lösung gefunden werden. Eine wichtige Frage bleibe indes offen: Was werde mit der Grenze zwischen Nordirland und Irland geschehen, sollte bis zu diesem Zeitpunkt keine Lösung gefunden werden? Immerhin: Chefunterhändler Michel Barnier begrüße das Papier, sehe aber noch offene Fragen.

Sterling habe diese unbefriedigende Lösung geschadet, so dass der Euro vorübergehend beinahe die Obergrenze seiner Seitwärtsbandbreite zwischen 0,8620 und 0,8845 EUR/GBP (ISIN EU0009653088/ WKN 965308) berührt hätte. (08.06.2018/ac/a/m)

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