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EUR/GBP: Pfund verliert an Gewicht


11.05.2018
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - So schnell kann es gehen. Noch zu Jahresbeginn stellte sich nicht die Frage, ob die Bank of England den Leitzins anheben wird, sondern wie kräftig Notenbankchef Mark Carney in diesem Jahr an der Zinsschraube drehen wird, so die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Schließlich habe sich die britische Wirtschaft nach der Ankündigung, der EU den Rücken kehren zu wollen, besser als ursprünglich erwartet entwickelt. Gestützt worden sei die Konjunktur auch vom schwächelnden Pfund, das Importe verteuert und die Inflation beflügelt habe.

Inzwischen überwiege aber die Unsicherheit. Noch immer sei völlig ungewiss, wie Großbritannien aus der EU herauskomme - und wie es anschließend weitergehe. Von der anhaltenden Ungewissheit bleibe mittlerweile auch die Wirtschaft nicht mehr verschont. Die Konsumenten würden sich zurückhalten, der Index der Dienstleistungen habe sich im ersten Quartal mit einem Plus von 0,4 Prozent schlechter als erwartet (0,6 Prozent) entwickelt und auch das Wachstum mit einem Anstieg von 0,1 Prozent die Erwartungen nicht erfüllen können. Mit der Inflation gehe es ebenfalls wieder bergab; mit 2,5 Prozent sei die Teuerungsrate im April auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gefallen.

Notenbankchef Carney habe am Donnerstag daher auf die noch vor wenigen Wochen erwartete Zinserhöhung verzichtet. Und: Ob die Zinsen in 2018 überhaupt noch einmal angehoben würden, sei ungewiss. Der jüngste Aufwärtstrend des Euro zum Britischen Pfund (ISIN: EU0009653088, WKN: 965308) könnte daher anhalten. (11.05.2018/ac/a/m)

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