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EUR/USD: Ein bisschen Euro-Zinsfantasie


11.04.2018
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Ein Großteil der Aufwärtsbewegung der Gemeinschaftswährung bis zum Nachmittag ist gestern wohl, so man Händlern Glauben schenken möchte, einem Statement von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny geschuldet, so die Analysten der Deutschen Bank im Kommentar zum Währungspaar EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275).

Der Präsident der Österreichischen Nationalbank habe nämlich nicht nur ein Ende der Anleihekäufe der EZB bis zum Ende des Jahres in Aussicht gestellt, was per se bei einem geldpolitischen Falken wie Nowotny keinen Aufreger wert gewesen wäre. Aber dass er (in einem Interview mit Reuters) kein Problem damit hätte, den Einlagenzins in einem ersten Schritt von -0,4 auf -0,2 Prozent - und in einem zweiten Schritt den Hauptrefinanzierungssatz, den Leitzins, - zu erhöhen, sei wohl in einer ersten Reaktion von vielen als heftiger Einschnitt wahrgenommen worden. Als ob dieser erste Schritt sogar noch vor Beendigung der Anleihekäufe stattfinden könnte. Tatsächlich habe Nowotny keine Angaben darüber gemacht, wann die Zinsen in der Eurozone erstmals steigen könnten. Interessant: Zum Ende der europäischen Handelssitzung habe sich immerhin ein EZB-Sprecher bemüßigt gefühlt, zu betonen, Nowotnys Äußerungen würden nicht die Meinung des EZB-Rates widerspiegeln.

Natürlich habe es gestern auch noch genügend andere Gründe gegeben, Euro zu kaufen. Denn eine Rede von Chinas Präsident Xi Jinping, in der sich dieser hinsichtlich des Handelskonflikts mit den USA ausgesprochen konziliant gezeigt habe, sei von vielen Akteuren positiv wahrgenommen worden, obgleich Kommentatoren davor gewarnt hätten, sich nicht zu viel von dieser zur Schau gestellten Haltung zu versprechen.

Wenig beachtet worden sei auch die Projektion des US-Haushaltsinstitutes CBO, wonach die Neuverschuldung bereits im Jahre 2020 eine Größenordnung von 1 Billion USD erreichen solle - das wäre immerhin zwei Jahre früher als ursprünglich geschätzt. An der schwächlichen Verfassung des Greenback hätten interessanterweise auch die Zahlen zur US-Produzentenpreisinflation nichts geändert, die in der Kernrate etwas stärker als erwartet ausgefallen seien. Damit dürften sich die Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Konsumentenpreise, die heute veröffentlicht würden, eher nach oben orientieren und möglicherweise sogar dem für heute Abend erwarteten Protokoll zur März-Sitzung des Offenmarktausschusses der FED den Rang ablaufen. Im großen Bild - Konsolidierungszone von 1,2150/55 bis 1,2555 - falle die positive Tendenz des Euro, der nun den dritten Handelstag hintereinander mit einem Plus beendet habe, allerdings kaum ins Gewicht. (11.04.2018/ac/a/m)

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