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EUR/CHF: Erneute CHF-Stärke dürfte nur ein temporäres Phänomen sein


14.02.2018
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Schweizer Franken hat sich seit Anfang des Jahres zu einer der stärksten Währungen gegenüber dem Euro entwickelt, so die Analysten der DekaBank im Kommentar zum EUR/CHF (ISIN: EU0009654078, WKN: 965407).

Der Schweizerischen Nationalbank dürfte dies nicht besonders gut gefallen, schließlich sorge sie sich auch weiterhin um den hochbewerteten Franken. Allerdings dürfte die erneute CHF-Stärke nur ein temporäres Phänomen sein. Denn während die EZB bereits auf dem Weg zu einem Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik sei, deute sich in der Schweiz noch keine Eile an, den Nachbarn aus dem Euroraum zu folgen. Erst ab einem Niveau von ca. 1,20 EUR/CHF, werde sie bereit sein, ernsthaft über eine Entschärfung der Rhetorik nachzudenken. Gleichzeitig sei auch trotz der deutlich besseren makroökonomischen Lage in den vergangenen Monaten wenig von Inflationsdruck zu spüren.

Die Euphorie der letzten Wochen sei kurs- und charttechnisch verflogen. Die Korrektur sollte bei einem Wochenschlusskurs oberhalb der Marke von 1,1400 jedoch Luft lassen für eine erneute Erholung in den kommenden Wochen. Den nächsten markanten Widerstand sehen die Analysten der DekaBank erst bei 1,1800. Das Ziel der alten Marke von 1,2000 rücke etwas in die Ferne.

Der Schweizer Franken habe seit Mitte 2017 gegenüber dem Euro deutlich an Stärke eingebüßt. Auf der einen Seite habe die Suche nach Sicherheit deutlich abgenommen, zum anderen mache die EZB erste Schritte, ihre lockere Geldpolitik zurückzufahren. Zwar dürfte der Franken auch 2018 noch überbewertet bleiben und die SNB von Überlegungen abhalten, die Zinsen anzuheben. Allerdings könnte die Zentralbank bei anhaltendem Abwertungstrend in diesem Jahr ihre Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren, deutlich zurücknehmen. Eine Abkühlung der weltwirtschaftlichen Dynamik sowie politische Risiken könnten aber immer wieder die Suche nach einem sicheren Hafen und damit die Nachfrage nach CHF befeuern. Dank politischer Neutralität und widerstandsfähiger Wirtschaft (solide Staatsfinanzen und Arbeitsmarkt, innovationsstarke Wirtschaft mit konkurrenzfähigen Produkten) werde die Schweiz auch in Zukunft bei erhöhter Unsicherheit insbesondere risikoscheue Anleger anziehen. (Ausgabe 02/2018) (14.02.2018/ac/a/m)

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