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EUR/GBP: Technische Indikatoren zeichnen neutrales Bild


13.02.2018
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das Britische Pfund hat dank der Bank of England und den Brexit-Verhandlungen eine bewegte Woche hinter sich, so die Analysten der DekaBank.

Mit der Ankündigung schnellerer und stärkerer Zinsanhebungen von der Bank of England habe sich das Pfund in einer ersten Reaktion auf 0,875 EUR/GBP (ISIN EU0009653088/ WKN 965308) gefestigt. Die Bank habe in ihrem Inflationsbericht ihre Wachstumsprognose leicht angehoben, aber die Schätzung des Potenzialwachstums bei 1,5% belassen, womit sie ab Anfang 2020 eine zunehmend positive Produktionslücke und damit einheimische Inflationsgefahren sehe. Sie habe aber auch die nach wie vor großen Unsicherheiten im Brexit-Prozess betont. Kurz darauf hätten dann auch die gestiegene Marktvolatilität und die Wiederaufnahme der Brexit-Verhandlungen das Pfund gegenüber dem Euro wieder unter Druck gebracht. Chefunterhändler Barnier habe gewarnt, dass die Übergangsphase noch nicht in Stein gemeißelt sei. Der Ausblick bleibe somit auch trübe, denn eine weitere Aufwertung des Pfundes aufgrund höherer Zinserwartungen dürfte immer wieder durch höhere Unsicherheit und Spannungen im Brexit-Prozess begrenzt würden.

Das Währungspaar EUR/GBP gerate im Laufe der Berichtsperiode mehrmals unter Druck, doch auf Wochenschlussbasis halte wiederholt der Widerstand bei 0,8750. Die technischen Indikatoren würden ein neutrales Bild zeichnen. Sollte die Unterstützung bei 0,8700-0,8650 zum Handelsschluss durchbrochen werden, sehen die Analysten der DekaBank die Möglichkeit einer deutlichen Korrektur bis 0,8300-0,8350.

Das britische Brexit-Referendum habe das Pfund bereits seit Ende 2015 stark abwerten lassen. Nun, im Brexit-Prozess, suche die Währung nach einem neuen Gleichgewicht. Hohe Schwankungen und ein Abwertungsrisiko würden ständige Begleiter bleiben. Aufgrund großer politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit über die zukünftigen britischen Handelsbeziehungen zur EU dürfte das Pfund deutlich schwächer notieren als vor dem Brexit-Referendum (damals unter 0,80 EUR/GBP) und in den kommenden zwei Jahren zwischen einem EUR/GBP-Kurs von 0,85 und 0,95 schwanken - je nach Verlauf der Austrittsverhandlungen. Dank verbesserter Wachstumsaussichten bewege sich die Bank of England aber schon zur Jahresmitte auf eine weitere Zinsanhebung auf 0,75% zu. (Ausgabe 02/2018) (13.02.2018/ac/a/m)

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