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EUR/USD, die aktuelle Strategie


03.09.2010
FXdirekt Bank

Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Devisenexperten der FXdirekt Bank geben einen Ausblick auf den Handel mit dem Euro (EUR/USD).

Am gestrigen Handelstag habe der Euro seine Aufwärtsdynamik nicht fortsetzen können und sich immer wieder an der runden 1,28er Marke orientiert. Am Morgen sei für die Eurozone zunächst ein positives Bruttoinlandsprodukt bekannt gegeben worden, welches im zweiten Quartal um 1,0 % und auf Jahressicht um 1,9 % gewachsen sei. Wie erwartet habe die EZB nicht an der Zinsschraube gedreht und in ihrem Statement Zinserhöhungen in weite Ferne gerückt. Das aktuelle Zinsniveau sei als angemessen bezeichnet und eine moderate Preisentwicklung erwartet worden. Das Liquiditätsangebot der EZB werde bis mindestens Ende Januar verlängert. Die Bruttoinlandsprodukt Projektionen seien deutlich nach oben verschoben worden.

Die aus den USA gemeldeten Daten seien gemischt ausgefallen. Während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit 472.000 die Erwartung von 478.000 leicht unterboten und auch die schwebende Hausverkäufe mit 5,2 % positiv überrascht hätten, seien die Auftragseingänge in der Industrie mit 0,1 % schwächer ausgefallen, als es der Konsens mit 0,5 % erwartet habe. Das Währungspaar EUR/USD habe sehr verhalten auf die Datenveröffentlichungen reagiert, was Marktteilnehmer auf den heute anstehenden US-Arbeitsmarktbericht zurückgeführt hätten.


Die Vorzeichen auf den heute anstehenden Arbeitsmarktbericht aus den USA seien alles andere als gut. Schon am Mittwoch verzeichnete die ADP-Beschäftigungsumfrage nach Angaben der Marktbeobachter einen Verlust von 10.000 Stellen im August. Der Markt mache sich Gedanken darüber, dass ein möglicher kleiner Aufschwung der US Wirtschaft ohne neue Arbeitsplätze kaum Druck von der Lohnseite produzieren werde und damit die Inflation weiter bremse und die Fed auch weiterhin keine Zinserhöhungen in Aussicht stellen könne. Auch auf längere Sicht wäre ein solches Szenario mit Blick auf die Konsumzahlen belastend und würde somit einen Aufschwung bremsen. Bezüglich dieser drohenden Situation habe die Fed schon vorsorglich den Druck auf die Regierung erhöht und immer wieder betont, dass der Arbeitsmarkt das große Sorgenkind darstelle.

Die Trendintensität des FXdb-Trendwalks nehme weiter ab und nähere sich dem positiven Bereich. Um ein endgültiges Kaufsignal zu geben, benötige es allerdings noch einige Tage mit Kursgewinnen, was auch für den Aroon gelte, dessen Down-Linie mit einem Wert von 52 noch im neutralen Bereich liege. Der PTP und auch der MACD hätten unterdessen schon ein Kaufsignal generiert, während die 55-Tage-Linie bei 1,2846 US-Dollar verlaufe und somit als Widerstand gelte. Die Strategen gehen ebenfalls von einem schwachen Arbeitsmarktbericht aus, welcher den US-Dollar fundamental belasten sollte und geben an, daher bei einem Rücksetzer zu 1,2760 mit einer Absicherung bei 1,2710 und einem Kursziel von 1,2880 US-Dollar kaufen zu wollen.

Um 11:00 Uhr würden aus der Eurozone die Einzelhandelsumsätze für Juli gemeldet. Erwartet werde ein Anstieg auf 0,2 % nach 0,0 % im Juni. Um 14:30 Uhr stehe dann das Highlight des heutigen Tages auf dem Programm: der US-Arbeitsmarktbericht. Die Beschäftigte ex Agrar würden für August mit einem Rückgang um 105.000 nach 131.000 im Juli erwartet. Die Arbeitslosenquote sehe die Konsensschätzung bei 9,6 %. Den Abschluss der Datenveröffentlichungen für diese Handelswoche bilde der ISM-Dienstleistungsindex für August um 16:00 Uhr. Erwartet werde ein Wert von 53,5 nach 54,3 im Vormonat.

Für weitere Informationen zu den Terminen nutzen Sie bitte die Verlinkung im Text. Eine ausführliche Übersicht der Daten des heutigen Tages wie auch vergangener Veröffentlichungen finden Sie im Termin-Topic.
(03.09.2010/dc/a/g)


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